Knapp jeder 2. Schweizer will Tabakwerbung erlauben

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Knapp jeder 2. Schweizer will Tabakwerbung erlauben

Vor wenigen Tagen veroffentlichte das Bundesamt fur Gesundheit eine Meinungsumfrage zum Thema Tabakwerbung. Danach mochten 52,8 Prozent der Schweizer Werbung fur Tabakprodukte ganz verbieten. Fast ebenso viele Menschen halten das nicht fur zielfuhrend und sinnvoll. Suchtmonitoring Schweiz hatte im Auftrag des Bundesamtes fur Gesundheit 2014 etwa 5000 Personen um Meinung zu politischen Massnahmen zur Tabakpravention gebeten. Auch der Bundesrat will laut Entwurf des neuen Tabakproduktegesetzes lediglich Aussenplakate, Print- und Kinowerbung auf die rote Liste setzen. Sponsoring und Verkaufsforderung wie z.B. auf Festivals sollen von den Restriktionen nicht beruhrt werden. Als Snuser sind wir es seit Jahren gewohnt, mit Verboten zu leben und auf unverstandige Mitmenschen zu stossen, die uns in Sachen Tabakgenuss die Entscheidungsfreiheit nehmen wollen. Falls es irgendwann einmal zu einer generellen Abschaffung von Tabakwerbung kommen sollte, ist das sicher nicht als Gewinn fur die Menschheit zu werten. Vielmehr ware es ein erbarmliches Zeugnis fur die Schweiz, die dem Menschen ein gesundes Urteilungsvermogen und Selbstbestimmung abspricht. Doch wir haben die Halfte der Bevolkerung in Sachen Werbung schon einmal auf unserer Seite.

Auszug aus der Studie:

»Die Schweizer Bevolkerung ab 15 Jahren scheint insgesamt eine Verstarkung der strukturellen Massnahmen zur Tabakpravention zu befurworten. Was die vorgelegten Massnahmen angeht, werden sowohl das allgemeine Verbot der Werbung fur Tabakwaren – 52.8% – als auch die Einschrankung der Werbung in den Verkaufsstellen – 64.5% – und die Erhohung des Preises fur ein Packli Zigaretten – 58.3% – von der Mehrheit der Bevolkerung unterstutzt.«

Zur gesamten Studie Suchtmonitoring Schweiz 2015