Wenn die Schweden Weihnachten feiern….

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Wenn die Schweden Weihnachten feiern….

...dann ist fur Leib und Seele wohl gesorgt. Wie jedes Land hat auch Schweden seine eigenen Brauche an Weihnachten. Im Reich der Snus-Erfinder wird der Vortag des Heiligabends wie bei uns in der Schweiz dazu genutzt, den 24.12. vorzubereiten. An Lillejulafton – also dem 23. Dezember – wird der Weihnachtsschinken gekocht. Dieser gehort klassisch zum Festtagssmenu am Heiligabend. Die Schweden denken viel ans Essen, aber auch an gute Unterhaltung.

Sag es mit einem Lillejulafton

Wer glaubt, mit «Essen – Schenken – Bitte – Danke» waren die Schweden am Heiligabend fertig, der hat sich geirrt. Die liebe Verwandtschaft soll sich auf keinen Fall langweilen. Deshalb wird jedes Geschenk mit einem Reim bedacht, welchen sich der Schenkende vorher uberlegt. Der Lillejulafton bezieht sich auf das Geschenk und den Schenkenden selber und kann selbstironisch ausfallen. Eine gute Tradition, die sich auch bei uns in der Schweiz am Weihnachtsabend integrieren liesse.

Der Julbock

Von wegen Rentier! Die Schweden haben weitere Asser im weihnachtlichen Stall, um die Traditionen zum Fest aus allen Nahten platzen zu lassen. Einen Ziegenbock aus Stroh zum Beispiel, welcher als Julbock bezeichnet in Grossformat an offentlichen Platzen zu finden ist. https://www.youtube.com/watch?v=Oz2QBLEE194 Nach der skandinavischen Mythologie zogen zwei Bocke den Wagen des Gottes Thor. Spater versteckten Bauern einen Julbock an Weihnachten heimlich im Gehoft des Nachbarn. Dieser musste dann versuchen, den Julbock unbemerkt wieder zuruck zu bringen. Heute hangt der Julbock aus Stroh im Kleinformat am Weihnachtsbaum oder steht eben auf offentlichen Platzen. Das lockt jedes Jahr Brandstifter an die Streichholzer und ist mittlerweile zu einem ausgewachsenen Problem geworden.

Weihnachtsessen auf schwedischen Tischen

Es kann gar nicht anders sein – auch in der schwedischen Weihnachtstradition tut man sein Bestes, die Bauche moglichst anregend zu fullen. Das traditionelle Weihnachtsmenu wird Smorgasbord genannt. Es besteht aus vielen einzelnen Leckereien, welche je nach Geschmack auf dem Teller zusammenkomponiert werden: Sulze, Trockenfisch, Wurst, marinierter Hering, Kotbullar, Kartoffeln und Rotkohl stehen da neben gefullten Schusseln mit Reispudding, Kaseplatten und Brottellern. Jeder Gast kann etwas beisteuern und entspannt essen, wonach ihm gerade ist. Dazu serviert man Bier, Limonade und Schnaps zur ordentlichen Verdauung. Und was geniessen die Schweden zwischendurch? Ihr ahnt es... Snus, Snus, Snus!

Den Becher voller Glogg

«Gloggliche Weihnachten» konnte man sagen. Der Glogg gehort zu schwedischen Weihnachten einfach dazu. Der Gluhwein hat sich mittlerweile zum Exportschlager entwickelt und beansprucht seinen festen Platz in unserer heimischen Weinabteilung. Die Schweden servieren ihren Gluhwein in kleinen Bechern mit Mandeln und Beeren; leider auf Weihnachtsmarkten ohne Alkohol – denn der ist grundsatzlich in der Offentlichkeit sehr ungern gesehen. Snusen ist allerdings uberall erlaubt.