Ist Snus schädlich für Zahnfleisch?

Viele Wissenschaftler und Ärzte sind der Meinung, dass Snus im Vergleich zu anderen Tabakprodukten weniger schädlich ist. Dabei “weniger schädlich” bedeutet aber nicht komplett harmlos. Da sich Snus zum oralen Verzehr eignet, betreffen alle gesundheitliche Folge von Snuskonsum in erster Linie die Mundhöhle. Kleine Snusbeutelchen werden hinter die Oberlippe platziert und die Aufnahme erfolgt durch die Schleimhaut der Mundhöhle. Auf solche Weise hat Snus den direkten Kontakt zu Zähnen und zum Zahnfleisch, was bei ungenügender Mundhygiene zu manchen gesundheitlichen Problemen in der Mundhöhle führen kann. In erster Linie geht es um solche Probleme wie Zahnfleischrückgang von Snus, Infizierung des Zahnfleisches und Zahnfleischschmerzen. In diesem Beitrag klären wir Ihnen die gesundheitlichen Folgen vom Snuskonsum in der Mundhöhle auf und geben einige hilfreichen Tipps, wie sie vermieden werden können.

Effekte von Kautabak auf Zähne und Zahnfleisch

Viele Snus-Liebhaber nehmen sich mit der Frage vor, wie beeinflusst Kautabak ihres Zahnfleisch und was kann man dagegen tun. Es ist allgemein bekannt, dass die Schleimhaut der Mundhöhle auf Tabak und andere Stoffe des Kautabaks sehr empfindlich reagiert. Aber im Internet oder in manchen anderen Informationsquellen kann man sehr viele übertriebene Informationen in Bezug auf dieses Thema finden. Als ein gutes Beispiel dafür kann man die Behauptung anführen, dass Snus und andere Sorten des Kautabaks zur Erhöhung des Risikos für Mundhöhlen- und Zahnfleischkrebs oder zum Zahnverlust führt. Aber es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die diese Nebenwirkung des Snuses belegt haben.

Der Snuskonsum beeinflusst wirklich sowohl die Zähne, als auch Zahnfleisch und Mundschleimhäute auf verschiedene Weise. Dabei soll betont werden, dass nicht die Zähne von Kautabak stark beschädigt werden, sondern Zahnfleisch dabei am meisten leidet. Eine der möglichen Folgen nach der jahrelangen Anwendung von Snus ist sogenannten Rückgang des Zahnfleisches. Das Zahnfleisch kriecht dabei ein bisschen nach oben und einen Teil davon liegt frei. Auf solche Weise werden die Zahnfleischtaschen gebildet, die sich schwer zu reinigen lassen und zu heftigen Schmerzen führen können. Achten Sie aber darauf, dass die Zellen von Zahnfleisch und Schleimhaut einen relativ kurzen Lebenszyklus haben, deswegen gehen dieses Beschwerden in ein paar Tage nach der letzten Anwendung von Snus zurück.

Beim Zahnfleischrückgang bekommen die Bakterien, die sich in der Zahnfleischtaschen verstecken können, den leichten Zugang.  Sie werden nicht so einfach abgebürstet und als Reaktion auf Speichel können Sie den Zahnbelag bilden, welcher später zu Zahnsteinen werden kann. Wenn das Zahnfleisch schon mindestens einmal infiziert wurde, kann es zu der schnellen Karies-Bildung führen. Das Gewebe, das sich um diesen Zahn herum befindet, wird vom Karies beschädigt, was kann sogar die Zahnlockerung verursachen.

Ausreichende Mundhygiene schützt Ihre Zähne vor Kautabak

Wie Sie schon verstanden haben, sind die Effekte von Snus in der Mundhöhle schädlich, deswegen kann man es nicht auf die leichte Schulter nehmen. In 80% der Fälle kann man Ihre Zähne und Zahnfleisch mit Hilfe der Mundhygiene vor negativen Einflüssen von Snus schützen. Folgen Sie mindestens solche Regeln:

  • Reinigen Sie die Zähne zweimal pro Tag. Seien Sie aber dabei vorsichtig - drucken Sie nicht mit der Zahnbürste auf das Zahnfleisch, weil es auch auf solche Weise noch mehr beschädigt werden kann. Achten Sie dabei besonders auf den Übergang von Zähnen zum Zahnfleisch.
  • Verwenden Sie täglich beim Bedarf Zahnseide, was die Entstehung von Zahnsteinen zu vermeiden helfen kann. Das verhindert auch die Bildung von Zahnfleischtaschen.
  • Regelmäßige Besuche des Zahnarztes ist eines der wichtigsten Teile der Mundhygiene. Der Arzt erkennt und entfernt möglichst früher die Zahnsteine und verhindern auch solche Weise das Risiko für die Infizierung des Zahnfleisches.

Diese einfachen Regeln der Mundhygiene helfen Ihnen, Ihren Lieblingssnus ohne Sorgen und schlechten Gedanken anzuwenden und diesen richtigen Genuss zu spüren.